Stadt Soller

Das war’s schon wieder, Adios, Mallorca!

Um bloß keine Hektik aufkommen zu lassen, packen wir unsere Koffer gaaanz langsam zusammen. Es ist mal wieder erstaunlich, dass das Gepäck am Ende einer Reise stets mehr Raum wegzunehmen scheint als zu Beginn. Aber wir müssen ja auch so einige Souvenirs einpacken. Zwei Kilo Käse und den Honig und Wein von La Granja; dann wollen wir heute in Soller noch etwas Hierbas und einige Orangen besorgen…

Soller PromenadeWährend wir da so beim Frühstück sitzen, sehen wir den „Hiper“-Menschen, der uns den Tigra gebracht hatte, ungeduldig wartend an einem der Tische im Saal sitzen. Hin und wieder spricht er mit der Hotelbesitzerin, die an der Rezeption arbeitet und die dann immer zum Schlüsselboard hinzeigt. Hähä, offensichtlich ist er heute dran mit Warten!

Soller AltstadtFür unsere letzten Einkäufe fahren wir um halb zwölf mit der nostalgischen Tram nach Soller hinein. Die Markthalle macht leider gerade zu, als wir ankommen, aber was wir haben wollen, bekommen wir auch in den Läden in der Nähe der Placa de Sa Constitucio. Nur die Orangen gefallen uns hier nicht so gut. Im Café Paris genehmigen wir uns noch einen Kaffee, bevor wir bereits um 13 Uhr zurückfahren. Wir verschenken nichts und fahren die Strecke bis zur Endstation im Zentrum von Puerto Soller mit. Hier kauft Birgit noch ein neckisches Mallorca-T-Shirt für ihren Bruder; Orangen finden wir in „unserem“ Supermarkt.

Um an umserem letzten Tag unserem Magen auch noch etwas zu gönnen, kehren wir noch einmal in das Randemar ein. Dieses mal passen wir aber auf, dass wir nicht schon wieder den Fotoapparat liegen lassen…

Ab 15 Uhr warten wir in der Halle auf unsere Abholung. Die zwei Stunden bis dahin überbrücken wir mit Lesen und Kaffeetrinken. Um 17 Uhr 25 ist es dann soweit. Derselbe Bus „A38″, mit dem wir hier hin kamen, bringt uns zurück zum Flughafen von Palma. Während der Fahrt schlägt die Übelkeit von gestern noch einmal durch, kein Wunder bei dem Geschaukel. Auf der Hinfahrt ist mir das nicht so aufgefallen… Wahrscheinlich liegt das auch an meinem Alter!

Im Flughafen ist nichts los. Wir sind fast die ersten beim Einchecken, das blitzschnell vonstatten geht. Nun haben wir noch etwas Zeit für einen Bummel durch die Duty-Free-Shops, um unsere letzten Peseten loszuwerden. Irgendwas werden wir schon finden, und seien es Alkoholika! Prost.

Wir langen recht kräftig zu und stopfen unsere Errungenschaften in die beiden Rucksäcke, die wir kaum noch zu kriegen. Birgits großer Rucksack hängt wie tonnenschweres Gewicht auf meinem Rücken, und als ich ihn absetze, scheine ich ein Stück zu wachsen!

Als Grundlage für das Abendessen im Flugzeug verdrücken wir vorher noch ein trockenes Schinkenbaguette mit Cola. Dann können wir endlich zu unserem Abflug-Tor D21 gehen, wo schon tausend Leute zu warten scheinen. Die Luft hier ist bereits verbraucht, und ein älterer Mann ist wohl schon so mitgenommen, dass er auf die Damentoilette geht. Indes lacht sich seine Begleitmannschaft kaputt. Überhaupt ist es wie immer sehr interessant, die Leute zu beobachten, die hier herumstehen.

Endlich geht es dann ins Flugzeug; langsam schiebt sich die Menschenschlange in den Metallrumpf. Eine Zeitlang scheint es gar nicht voranzugehen. Da wiegt der Rucksack dann plötzlich doppelt so viel… Wenn man so dumm herumsteht, redet man ja auch schon mal dummes Zeug, aber wenn dann eine ältere Frau hinter uns meint: „So’n langer Gang hier, so’n Blödsinn!“, dann packe ich mich doch an den Kopf…

Der Flug selber verläuft dann – glücklicherweise – mal wieder unspektakulär; es ist nur leider sehr eng und warm im Flugzeug. Das interessanteste aber ist noch der anscheinend asthmatische Opa, der wie ein Fisch ständig nach Luft zu schnappen scheint und sich während des ganzen Fluges vorne bei den Stewardessen aufhält. „Und der fliegt alle zwei Wochen nach Mallorca!“ hören wir irgendwo eine fast empörte Stimme hinter uns. „Unmöglich!“

Ja, soll er doch, solange er noch kann, oder?

Mit Gegenwind erreichen wir Düsseldorf um 23 Uhr 30, nach Aussage des Kapitäns noch pünktlich, obwohl wir länger geflogen sind als geplant! Das muß eine revolutionäre Mathematik sein, die das ergeben hat!

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